Schwerkraftsau

Die Schwerkraft ist überbewertet,
man braucht sie gar nicht,
wie man wohl im Weltraum sieht.

Und die Sonne kocht auch nur mit Wasser,
die soll sich nicht so aufspielen,
die gelbe Sau.

Und er Himalaya,
der alte Arsch,
da kann ich mich drüber aufregen,
Sau.

Und der Kölner Dom,
da kann ich mich auch drüber aufregen,
so’nn Hals hab‘ ich über den.

So’nn Hals,
so’nn Hals,
so’nn Hals.

Da da,
Da da da,
Da da da da da.

Da da,
Da da da,
Da da da da da.

(Peterlicht, Lied über die Schwerkraft)

Macht es einen Unterschied?

Macht es einen Unterschied zu sagen
Ich liebe den Anblick deines behaarten Arschloches, während der Rest deiner warmfeuchten Muschi blankrasiert ist.“
statt
„Du, mein Alles.“
?

Macht es einen Unterschied zu sagen
Hallo Mama, wie geht es dir?“
statt
Mama, ich würde dir gerne sagen, wie sehr du mein beschissenes Leben negativ beeinflusst hast, aber ich habe nicht den Mut dazu.“
?

Macht es einen Unterschied zu sagen
Hey, alles Arschlöcher, Ihr! Ich bin cool!“
statt
Bitte. Mag‘ mich einer da draussen? Ein bißchen?“
?

Macht es einen Unterschied zu sagen
Ich liebe dich.“
statt
Ich liebe dich!“
?

Macht es einen Unterschied zu sagen
Mutti, muss ich jetzt sterben?“
statt
Uih, eine wuschige Wolke.“
?

Macht es einen Unterschied zu sagen
Ja!“
statt
Nein.“
?

Sauschwein

(Gedicht „Sauschwein“, Fetzen von Ronz)

Sauschwein

So traurige Gestalten ihr.
Und ich.

Lese weinend die Zeit.
Träumte von Gold.
Und der wahren Liebe.

Wenn das Herz so schwer wie die Welt am Boden liegt.
Wenn niemand da ist, der deine Schwermut streichelt.
Wenn Blei das Blut ersetzt.

Dann wird die Sehnsucht groß, nach einem Engel.
Mit schwarzen Flügeln.
Und lauter Stimme.
Schreiend: Ich liebte nur dich!

Doch am Ende ist nur Hass.
Nein, böser.
Gleichgültigkeit.

Und ich töte dich 1000 mal.
Du röchelst und atmest weiter.
Würde dich liebend gerne töten.
Doch du atmest einfach nur weiter.
Mistmenschatmer.

Liebe mich, bitte liebe mich.
Bitte.
Liebe.
Mich.
Du Sauschweinwunderschöne.

Leben wegfahren

Sie war jung, bildhübsch, lächelte gerne, zeigte dem kleinen Sohn
aber nie ihre Narben.
Der Narbenmacher hatte sie inzwischen verlassen,
sie fühlte sich gut aufgehoben mit ihrem
großen Herzen in ihrer
kleinen Welt mit ihrem kleinen Sohn.

Er war älter, Midlife-Krieger, gerade frisch verliebt. Sein Lächeln war
lange verschwunden,
seit kurzem trug er es wieder im Gesicht. Für die Frau,
die er liebte. Sie trafen sich unregel
mäßig, wohnten in verschiedenen Leben,
lachten und tranken viel. Er fuhr Auto.

Sie kannten sich nicht. Die Bildhübsche und der Krieger.
Dennoch, an einem sonnigen Samstag,

hat er ihr bei einem Spaziergang
liebestrunken
den Sohn von der Hand weggefahren.